vorzustellen, wie groß der offizielle Widerstand war, den die aus Gebrauchsgegenständen und aus abfallenden Bestandteilen von Maschinen konstruierten Statuen und Pseudostatuen - während der landesweiten Herrschaft der plastischen Gemeinplätze - hervorriefen. Obwohl diese Gegenstände die Werke eines gebildeten Arbeiterbildhauers und Goldschmiedes waren und im Zeichen der von der Macht immerfort deklarierten "sozialistischen Ideenwelt" entstanden, also Arbeiten eines Meisters waren, der sich mit dieser Ideenwelt ehrlich, voll und ganz identifizierte, in diesem Geist erzogen wurde, so lebte, und sogar als reifer Künstler-Fachmann gab er jene Lebensform nicht auf, die er als talentierter Anfänger, sich mit dem Material plagender Arbeiter für sich gestaltete.
Während seine Zeitgenossen, bei denen das Handwerk zur Routine geworden war, die sich in der Pose des wahren und hohlen Pathos gebärdenden Werke der traditionellen plastischen Betrachtung und gehorsamen "sozialistischen Ideenwelt" zahllos zustande brachten, mußte Szlávics nach den ersten erfolglosen Versuchen kleinformatige Werke schaffen; er versah diese Ideenwelt und die anderen Themen seines intelektuellen Interesses sowie der ironischen, zunehmend verbitterten Menschenbetrachtung mit dem authentischen Siegel der Persönlichkeit und Ichbezogenheit. Im hauptstädtischen Milieu, in der urbanen geistigen Atmosphäre bestand er hartnäckig auf der zur



Ottó Mezei: Der Künstler-Fachmann: László Szlávics